Mitglieder unserer Pfarrei sind an mehreren Missions-Projekten in aller Welt engagiert.
Klicken Sie auf den Projektnamen, um Näheres darüber zu erfahren.
Webwerkstätten für Leprakranke in Indien
Waisen- und Jugenddorf Umudugudu/Musha in Ruanda
Missionsstation in Guayaquil, Ecuador
Casa del Sol in Quito, Ecuador
Schulfrühstück an der Schule Gustavo Jaramillo, Quito
Webwerkstätten für Leprakranke in Indien
Die Münchnerin Agnes Kunze gründete im indischen Bundesland Uttar Pradesh Selbsthilfewerkstätten für Leprakranke. Daraus entwickelte sich das Projekt Kurukshetr Mandal (KKM), das inzwischen mehrere Dörfer umfasst.
Die gefertigten Webwaren und Handarbeiten werden vom Taufkirchner Freundeskreis Agnes Kunze und der Pfarrei St. Johannes verkauft.
Weitere Auskünfte über dieses Projekt erhalten Sie gerne von Marlies Westermeyer, Rosenstr. 26, 82024 Taufkirchen, Telefon 612 4475.
Spendenkonto:
Waisen- und Jugenddorf Umudugudu/Musha in Ruanda
Vor 25 Jahren ging Pater Hermann Schulz nach Ruanda und gründete ein Jugenddorf für Kinder. Daraus wurde 1994, nach dem schrecklichen Bürgerkrieg, das Waisen- und Jugenddorf Umudugudu/Musha, in dem heute 250 Kinder leben. Sie gehen in den Kindergarten, zur Grund- und Hauptschule und seit Februar 2003 auch in unsere eigene Oberschule. Dies alles wurde möglich durch Patenschaften und Spenden.
Alle Ihre Fragen zu diesem Projekt beantwortet gerne
Frau Christiane Hans, Edelweißstr. 10, 82024 Taufkirchen, Telefon (089) 612 2262.
Spendenkonto:
Missionsstation in Guayaquil, Ecuador
Vor etwa 40 Jahren hat Kardinal Döpfner im Namen unserer Diözese für das Land Ecuador eine Patenschaft übernommen. Durch verschiedene Gruppen und Einzelinitiativen sollte sich die Patenschaft auch auf persönliche brüderliche Hilfe ausdehnen. Und so entstand der Kontakt zwischen Taufkirchen und der Missionsstation der Schönstätter Marienschwestern in Guayquil.
Bedingt durch das subtropische Klima der Hafenstadt Guayquil breiten sich dort Hunger, Not, Elend und Krankheiten besoders gravierend aus. Während die Diözese dort Schulen und Krankenhäuser baut, bewegt sich die Hilfe der persönlichen Kontakte mehr auf der Basis Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Hilfe aus Taufkirchen besteht nun seit etwa 25 Jahren und ist für diese Station inzwischen zur festen Überlebenshilfe geworden. In Eigeninitiative wurde bereits zweimal eine Gruppe von ecuadorianischen Mädchen nach Taufkirchen eingeladen. Wer diese Mädchen hier in Taufkirchen erlebt hat, weiß, mit wieviel Dankbarkeit die kleinste Hilfe angenommen wird und mit welch inniger Gläubigkeit diese Menschen für ihre Wohltäter beten.
Sollten Sie bereit sein mitzuhelfen, dass diese christliche Bruderhilfe weitergeführt werden kann, ist dies über das folgende Spendenkonto möglich:
Spendenquittungen können selbstverständlich erstellt werden. Ich freue mich, Ihnen auch versichern zu können, dass von diesen Spenden keine Verwaltungskosten abgezogen werden. Ihre Spenden erreichen ungekürzt die Missionsstation in Guayaquil.
Weitere Auskunft erteilt gern:
Therese Bauer, Sudetenstr. 5, 82024 Taufkirchen, Telefon 612 3369.
La Casa del Sol in Quito, Ecuador
...wie gut dass es "La Casa del Sol" gibt! So fing es an:
Eines Tages stand ein kleiner Schuhputzer hungrig und bettelnd vor der Tür. Frau Schäfer bot ihm an, dass er täglich zum Essen kommen kann, wenn er dafür die Schuhe putzt. Der Bub war voll begeistert von der Idee, denn er hatte Hunger.
Nicht sehr weit von dem Haus, in dem Frau Schäfer wohnte war, ein Armenviertel. 600 - 700 Familien hausten hier in Hütten ohne Wasser, ohne Strom, ohne ärztliche Versorgung. Sie lebten am Rande des Existenzminimums in Hütten, die ihnen nicht gehörten, für die sie auch für dortige Verhältnisse hohe Mieten zahlen müssen. Bis zu 10 Menschen lebten dort in so einer Hütte auf engsten Raum.
Bei einem Heimaturlaub in Deutschland fing sie an Vorträge zu halten und die Herzen der Menschen für die Probleme in Ecuador zu öffnen. Sie wurde bis heute nicht müde, immer wieder um Spenden zu bitten, Vorträge zu halten. 1987 gründete sie das Selbsthilfeprogramm "La Casa del Sol". Sehr bald konnte die erste Kindertagesstätte gegründet werden. Ein paar Frauen aus dem Viertel bekamen dadurch von ihr ihre erste ordentlich Arbeitsstelle. Das hieß, dass die Kinder tagsüber betreut werden konnten, wenn die Mütter in der Arbeit waren.
Frau Schäfer hat den Frauen Stricken und Nähen gelernt. Mittlerweilen hat sie die Frauen zu richtigen Künstlerinnen ausgebildet. Bei meinem ersten Aufenthalt in Ecuador haben wir unsere Koffer gefüllt mit Pullovern um sie in Deutschland zu verkaufen. Daraus entstand, mit Hilfe von Frauen aus Taufkirchen und Grünwald, im Laufe der Zeit ein lebhafter Pulloverhandel. Inzwischen haben wir auch ein Lager, für unsere Ware, das uns freundlicherweise Pfarrer Schranner von St. Peter und Paul in Grünwald zur Verfügung gestellt hat.
Zusammen mit Frau Schäfer und ein paar Freunden aus Taufkirchen und Grünwald habe ich 1997 den "Förderkreis Ecuador für Projektarbeit mit Frauen und Kindern in Quito e.V." gegründet, es ist ein gemeinnützig anerkannter Verein.
Inzwischen gibt es im Projekt:
Die Unsicherheit der Zukunft in Ecuador wächst zusehends, ausgehend von der neuen "Regierung des Sozialismus des 21. Jahrhunderts und der Bürgerlichen Revolution". Eines ist jedenfalls jetzt schon ersichtlich und spürbar: eine unheimliche Teuerungswelle. Das fängt bei den Löhnen an, die stark angehoben wurden. "La Casa del Sol" hat ca. 22 Personen unter Vertrag -Kindergärtnerinnen, Köchinnen usw. Ein besonderes Problem ist der Einkauf von Lebensmitteln, es müssen 210 Kinder versorgt werden. Selbst mit den erhöhten Mindestlöhnen kann heute eine Familie hier in Ecuador kaum mehr leben. Die Armut wird nicht weniger, die Arbeitslosigkeit steigt durch die Schließung von Geschäften und Fabriken. Da ist es schön und gut, dass „La Casa del Sol“ in der Bedrängnis helfen und einen Beitrag zur Linderung der Not geben kann. Doch ohne die Hilfe aus der Heimat, sprich aus Deutschland, ist Frau Schäfer nicht in der Lage zu helfen.
Für ihre unermüdliche Hilfe, ihr vorbildhaftes Engagement wurde sie 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Brigitte Monat
Spendenkonto:
Schulfrühstück für arme Kinder an der Schule Gustavo Jaramillo, Quito
"Der kürzeste Weg zwischen 2 Kontinenten ist der Weg des Verstehens" heißt es. Die Taufkirchner haben schon vor 20 Jahren diesen Weg begonnen und ihr Verstehen tatkräftig umgesetzt in eine Hilfe, die zur Brücke wurde zwischen Ecuador und Deutschland, zwischen Quito und Taufkirchen.
Wenn man so lange in der Ferne lebt, ist es nicht immer leicht, die Verbindung zur Heimat aufrecht zu erhalten, aber der besondere Umstand, daß mein Sozialprojekt nur von Spenden aus der Heimat finanziert wird, bringt es mit sich, daß die freundschaftliche Verbundenheit in all den Jahren nicht nur erhalten, sondern auch vertieft wurde.
Meine Erzählungen von den Nöten der Menschen in dem Land in dem ich nun schon 25 Jahre wohne, sind in Taufkirchen - wo ich viele glückliche Jahre verlebt habe - auf fruchtbaren Boden gefallen und auf vielfältige Weise, sei es durch Mitwirkung im Förderkreis Ecuador, durch Verkauf von Produkten aus unseren Werkstätten "La Casa del Sol" oder durch die Hilfe für Schulkinder beantwortet worden.
Ich kann mich noch gut an mein erstes Treffen in der Heimat, im Frauenkreis von St. Johannes, erinnern und an die Betroffenheit, als ich geschildert habe, wie manche Kinder während des Unterrichts in den letzten Stunden ohnmächtig wurden, weil sie seit dem vorhergehenden Tag nichts gegessen hatten. Spontan wurde unter der Leitung von Frau Karmann ein "Schulfrühstückskreis für arme Kinder an der Schule Gustavo Jaramillo, Quito" gebildet, der bis heute und über 20 Jahre lang nicht müde wurde, für diese Kinder zu sorgen. Die Idee war: Ich habe einen reich gedeckten Tisch, deshalb lasse ich noch ein Kind mitessen.
Jeder, der sich schon einmal der Mühe unterzogen hat, Spenden zu sammeln, weiß, wie schwierig und ermüdend diese Arbeit sein kann. Heute erzählen mir Spender des Schulfrühstückskreises, wie angetan sie von der persönlichen Art und Betreuung der Spendensammlung für dieses Schulfrühstück sind. Hier möchte ich Frau Karmann und den Mitgliedern des Spenderkreises im Namen der Schule und der Kinder ein besonderes Vergelts Gott sagen. Auch möchte ich hinzufügen, daß auf vielfältige Weise diese Zuwendung schon Früchte trägt, denn die Kinder haben nicht nur ein tägliches Schulfrühstück, sondern, wie die Direktorin der Schule erzählt, bessere Gesundheit, mehr Lernkraft und sogar bessere Konditionen vorzuweisen. Letzteres hat sogar dazu geführt, dass die Kinder dieser Schule den 3. Platz vor allen anderen staatlichen Schulen in Quito in verschiedenen Wettbewerben erringen konnten. Ein Zeichen, daß mit einer Verbesserung der Ernährung die jungen Menschen sich gut entwickeln und auch hoffentlich eine bessere Zukunft haben. Es ist gut zu wissen, daß wir mit unseren Gaben etwas bewegen können.
Ein Sprichwort sagt: Du predigst mehr durch das, was Du tust, als durch das, was du sagst! In diesem Sinne wollen wir also weiter predigen - in aller Freundschaft mit Taufkirchen!
Familie Schäfer
Weitere Fragen beantwortet gerne:
Helen Karmann, Nelkenweg 30, 82024 Taufkirchen, Tel.: 612 5031